Players 4 Players

Tischfussballvereinigung e. V.

Allgemeines

Die P4P Rangliste verwendet eine Weiterentwicklung des Elo-Systems, ähnlich der Rangliste z. B. beim Schach (Details siehe unten). Die Liste wird von uns für drei Zwecke verwendet:

  • Für die Klassifizierung von Spielern; d. h. für den Auf- und Abstieg und die Bewertung, wer welche Disziplinen spielen darf.
  • Für das »Setzen« auf den Turnieren.
  • Für die Ermittlung der besten Spieler jeder Klasse, die während der Deutschen Meisterschaft am Jahresende geehrt werden.

Die Rangliste ist langfristig, d. h. sie fängt nicht jedes Jahr wieder bei Null an, sondern wird kontinuierlich weitergeführt. Sie liefert eine Sortierung der Spieler nach Spielstärke, getrennt für Einzel und Doppel.

Die gesonderte Damenrangliste funktioniert nach dem gleichen Prinzip. Spielerinnen haben also jeweils zwei Punktwerte – einen in der offenen Liste, einen in der Damenliste.

Gewertete Disziplinen

Aktuell werden folgende Disziplinen für die Wertung in der Rangliste benutzt: Neuling, Amateur, Offenes und Damen (jeweils Einzel und Doppel), sowie Master Doppel und P4P-Pokal. Sonderdisziplinen wie D.Y.P. gehen nicht mit in die Wertung ein.

Rangliste 2011 Neuerungen

Nach ausführlichen Tests ist die Ranglistenkommission zu dem Schluss gekommen, die Berechnung der Players 4 Players Ranglisten ab der Saison 2011 zu modifizieren; der bisherige Elo-Algorithmus wird durch eine Weiterentwicklung ersetzt, die auf den Verfahren Glicko-2 (Mark Glickman) und TrueSkill (Microsoft Research) beruht.

Hierbei ist neu, dass zusätzlich zur angenommenen Spielstärke die Unsicherheit der Bewertung - in Form der Standardabweichung - mit in die Berechnung einfließt. Aus diesen beiden Werten wird dann die in der Rangliste (und der Gewinn-/Verluststatistik) angezeigte Punktzahl bzw. Ranglistenposition ermittelt.

Insgesamt führt das neue Verfahren dazu, dass sich sich die Punktewerte insbesondere neuer Spieler schneller auf das tatsächliche Leistungsniveau einstellen. Wir erwarten uns davon eine deutlich schnellere und präzisere Rangliste.

Die Ranglistenkommission behält sich vor, noch bis ca. Mitte des Jahres die Rangliste anzupassen, um das System weiter zu verfeinern. Aus diesem Grund werden auch die Auf-/Abstiegsgrenzen für diese Saison erst später festgelegt, um deren Objektivität zu gewährleisten.

Was erwartet die Spieler:

  • Die Skala der Rangliste bleibt erhalten (0 – ca. 4000 Punkte).

  • Zu Beginn einer Karriere kann sich der Punktwert stark verändern, dies verlangsamt sich mit der Anzahl der gewerteten Spiele.

  • Alle Spieler, egal welcher Klasse, steigen mit 0 Punkten in die Rangliste ein.

  • Die genaue Veränderung der Punkte ist schwieriger verständlich, da ein weiterer Faktor in die Berechnung einfließt. Es kann sogar zu auf den ersten Blick etwas merkwürdigen Effekten kommen, nämlich dass ein Spieler für einen Sieg Punkte verliert (wenn die Veränderung der Standardabweichung die Veränderung der angenommenen Spielstärke überwiegt).

Rangliste 2009 Neuerungen

Auf der Sitzung der Ranglistenkommission im Februar 2009 wurden für das neue Jahr die folgenden Anpassungen an der Rangliste beschlossen:

  • Die Grenze für den Aufstieg vom Amateur zum Master sinkt um 100 Punkte auf 1350; entsprechend sinkt auch die Grenze für den Wiederabstieg zum Amateur auf 1200 Punkte.

  • Die Grenze für den Aufstieg vom Master zum Elitespieler sinkt um 50 Punkte auf 2150, entsprechend die Grenze für den Wiederabstieg zum Master auf 2000.

  • Der Faktor "F" in der Berechnungsformel der Elopunkte wird von 1300 auf 1400 erhöht. Dies bedeutet, dass man erst ab einem Abstand von 1400 oder mehr Punkten zum Gegner für einen Sieg keine Punkte mehr erhält.

  • Der Aufstieg vom Neuling zum Amateur erfolgt nur noch nach Plazierung, nicht mehr nach Anzahl der Teilnahmen. Außerdem gibt es wieder einen getrennten Aufstieg im Einzel / Doppel bei den Neulingen. Die Details sind hier beschrieben.

P.S.: Bei den geänderten Punktegrenzen gilt (wie auch bei früheren Änderungen), dass keine Spieler aufsteigen, ohne an Turnieren teilgenommen zu haben – d. h. wer jetzt beispielsweise mit 1380 Punkten als Amateur eingestuft ist, somit also nach den neuen Grenzen zum Master aufsteigen würde, der steigt zum Jahresende nur dann auf, wenn er an mindestens einem Turnier teilgenommen hat (und immer noch oberhalb der Aufstiegsgrenze von 1350 Punkten liegt).

Rangliste 2007 Neuerungen

Für das Jahr 2007 hat die Ranglistenkommission (zur Zeit bestehend aus Bernd Stechow, Katrin Matsushita, Erik Dahlmann und Heinrich Opgenoorth) verschiedene Maßnahmen ausgearbeitet, wie unserer Meinung nach die Rangliste und die Auf- / Abstiegsregelung weiter verbessert werden kann. Diese Punkte wurden auf der Mitgliederversammlung im März 2007 vorgestellt und darüber abgestimmt; im Folgenden eine Zusammenfassung, was sich daraufhin dieses Jahr in Sachen Rangliste ändern wird.

Die Disziplin »Masters-Amateure« (PA) als Punktedisziplin werten

Die Disziplin »Masters-Amateure« wird ab 2007 in der Elo-Punktewertung mit berücksichtigt (was bisher nicht der Fall war).

Begründung: Aufwertung dieser Disziplin; bzw. eigentlich sprach noch nie wirklich etwas dagegen, sondern nur aus historischen Gründen wurde das PA nicht für die Rangliste gewertet.

Möglicher Nachteil: Neulinge oder Amateure, die mit einem starken Partner PA spielen, könnten dadurch »zu viele« Punkte bekommen.

Weitere Details: Gleichzeitig zählt das PA dann auch mit für die Anzahl der Turnierteilnahmen, was für die Aufstiegsregelung Neuling→Amateur von Bedeutung ist. Auch die Regel »Aufstieg vom Neuling zum Amateur, wenn man einen Platz unter den ersten n in einer Punktedisziplin erreicht« wird auf das PA ausgedehnt. Weiterhin gilt dann (wie für die anderen Punktedisziplinen) auch für das PA, dass nur Vereinsmitglieder dort mitspielen dürfen.

Damen-Disziplinen als Punktedisziplinen werten

Auch die Damen-Disziplinen werden ab 2007 mit in die Punktewertung eingerechnet (was bisher nicht der Fall war).

Begründung: Auf diese Weise kann man aus den erfassten Daten eine Damen-Rangliste erzeugen, indem aus den Punktesummen die Damen-Ergebnisse herausgefiltert werden. Eine Damen-Rangliste kann z. B. für Anwendungen wie die Bestimmung der »besten Dame des Jahres« genutzt werden. Eine komplett eigenständige Damen-Rangliste (losgelöst von der restilichen »offenen« Rangliste) schien uns zu aufwendig, daher dieser Vorschlag als Kompromiss.

Möglicher Nachteil: Die Elo-Punkte aus den Damen-Disziplinen verfälschen eventuell die Einsortierung der Damen im offenen Bereich. Eine Dame, die normalerweise nur die Damen-Disziplinen mitspielt und dort oft gewinnt, steigt dann z. B. irgendwann mit den Punkten daraus zur Master- oder Elitespielerin auf, ist aber (wenn sie dann eine der offenen Disziplinen mitspielt) dort möglicherweise im Vergleich zu den anderen Master- und Elitespielern überbewertet.

Weitere Details: Im Gegensatz zu den anderen Punktedisziplinen wird für das DD / DE nicht die Regel gelten, dass eine Neuling-Dame aufsteigt, sobald sie eine Plazierung unter den ersten n erreicht hat.

Verliererrunde weniger stark gewichten

Spiele in der Verliererrunde in Punktedisziplinen, die auf weniger Gewinnsätze gespielt werden als die entsprechende Gewinnerrunde, werden in Zukunft etwas weniger stark gewichtet als Spiele in der Gewinnerrunde.

Begründung: Bei einem Spiel »1 auf 7« (z. B.) ist ein höherer »Zufallsfaktor« dabei als bei »2 auf 5«. Daher sollte es in der Bewertung weniger stark ins Gewicht fallen.

Weitere Details: Wir wollen die Spiele der Verliererrunde mit 80% der Spiele der jeweiligen Gewinnerrunde werten; für einen Sieg würde man also nur 80% der Punkte bekommen, die man für den gleichen Sieg in der Gewinnerrunde bekommen hätte. Dies soll für folgende Disziplinen gelten (alle Punktedisziplinen, wo die Satzanzahl in Gewinner- und Verliererrunde unterschiedlich ist): ND/NE, AD/AE, OD/OE, PA, DD/DE.

Der Plan steht allerdings noch unter dem Vorbehalt, dass wir noch nicht geklärt haben, ob diese Änderung technisch realisierbar ist.

Theoretisch könnte man auch die verschiedenen Disziplinen unterschiedlich stark gewichten (z. B. Spiele im AD weniger stark als im OD, weil hier im einen Fall »best of three«, im anderen aber »best of five« gespielt wird«). Eine solche Unterscheidung ist aber zumindest im Moment nicht geplant.

Turniere unterschiedlich gewichten

Die Deutsche Meisterschaft erhält in der Berechnung der Rangliste eine höhere Gewichtung als die restlichen Turniere (+50%).

Begründung: Wichtige Turniere erhalten so auch in der Rangliste eine größere Bedeutung.

Weitere Details: Ein Sieg bei einem Spiel auf der DM bringt also anderthalb mal so viele Punkte wie bei den kleineren Turnieren. Weitere »Größenkategorien« für Turniere sind natürlich auch möglich; zunächst ist unser Plan aber, es bei zwei Stufen zu belassen: »Open« auf der einen und »DM / EM / WM« auf der anderen Seite.

Punkte für »frisch aufgestiegene« Neulinge

Wer nach der »8 Teilnahmen Regel« vom Neuling zum Amateur aufsteigt, der nimmt seine Punkte aus der (im Neulingstatus unsichtbaren) Neulinge-Endwertung als Startwert in den Amateurbereich mit. So fängt ein Neuling evtl. mit über 800 Punkten als Amateur an, oder mit weniger als 100, je nach seinem bisherigen Abschneiden. (Dies wurde schon beim Auf-/Abstieg Ende 2006 so gehandhabt; dieser Punkt dient nur der Erläuterung.)

Begründung: Dies schien uns die fairste Lösung für die Festlegung des »Startwerts« für einen frisch aufgestiegenen Neuling.

Weitere Details: Alternativ wäre es möglich, alle aufgestiegenen Neulinge mit einem festen Anfangswert starten zu lassen (z. B. 750). Nachteil wäre allerdings, dass dann möglicherweise ein frisch aufgestiegener Neuling mit mehr Punkten anfängt als viele »alteingesessene« Amateure (ohne dass es aufgrund seiner Spielstärke gerechtfertigt wäre).

Pufferzone für den Abstieg

Wenn man z. B. bei Überschreiten von 1450 Punkten vom Amateur zum Master aufsteigt, dann steigt man nicht mit dem Unterschreiten von 1450 wieder zum Amateur ab, sondern erst mit dem Unterschreiten von 1300. Somit gibt es einen gewissen »Puffer« für den Abstieg.

Begründung: Das leidige Problem des »absichtlich auf Abstieg Spielens«... Natürlich kann auch so nicht verhindert werden, dass Spieler absichtlich absteigen; aber zumindest kann ein Spieler nicht so leicht (wenn er nur knapp über der Aufstiegsgrenze lag) schon durch zwei bis drei Spiele wieder absteigen.

Weitere Details: Die konkret von uns geplanten Punktegrenzen stehen im nächsten Punkt.

Punktegrenzen für den Auf- / Abstieg

Die Punktegrenzen für den Auf-/Abstieg werden jedes Jahr am Jahresanfang neu festgelegt. Für 2007 sollen folgende Grenzen gelten:

Elite: > 2200 (Abstieg: sobald man unter 2050 fällt)
Master: 1450-2200 (Abstieg: sobald man unter 1300 fällt)
Amateur: < 1450

Vorteil: Die Punktegrenzen sind nur geringfügig anders als bisher. Die größte Änderung ist die Einführung der »Pufferzone« gegen den Abstieg aus dem vorhergehenden Punkt. Sieht man sich den Endstand der Rangliste von 2006 an, dann kann man sich leicht überlegen, wie der Auf-/Abstieg verlaufen wäre, wenn man die Regelung dort schon so gehandhabt hätte.

Möglicher Nachteil: Am Jahresende steigen eventuell Spieler auf oder ab, die während des Jahres überhaupt nicht gespielt haben. (Beispiel: Oliver Leoni – wenn er das ganze Jahr nicht kommt, würde er Ende 2007 wieder zum Elite »aufsteigen«.)

Ausblenden von »Karteileichen« aus der Rangliste

In der Rangliste werden nur Spieler angezeigt, die a) mindestens 10 »ranglistenrelevante« Spiele absolviert haben (in ihrer gesamten Karriere bzw. seit wir das Elo-System verwenden) und die b) zum Stichtag Jahresanfang im vorhergehenden Jahr wenigstens an einem Turnier teilgenommen haben.

Begründung: Die Rangliste soll eine möglichst genaue Wiedergabe der Spielstärke aktiver Spieler sein. Dafür wäre es nicht sinnvoll, wenn Spieler beliebig lange nach ihrer letzten Turnierteilnahme weiter in der Rangliste angezeigt werden.

Weitere Details: Wer 2005 zuletzt gespielt hat, fällt also Anfang 2007 aus der Rangliste heraus. Natürlich nur, was die Anzeige angeht; intern ist er mit seinen Punkten weiterhin vorhanden; sein Ranglisteneintrag wird wieder sichtbar, falls er wieder auf einem Turnier erscheinen sollte.

Dieser Vorschlag ist keine wirkliche Neuerung, sondern dies war (ohne dass es jemandem groß aufgefallen wäre) auch 2006 schon so. D. h. Spieler die ihre letzte Turnierteilnahme vor 2005 hatten, wurden 2006 in der Rangliste nicht angezeigt.

Rangliste 2006 Neuerungen

Sonderanpassung der Punkte zum Jahresanfang 2006

Damit die Umstellung des Auf-/Abstiegs vom "Classic" zum"Elo"-System reibungslos funktioniert, wurden die Punktezahlen von Spielern, deren "Classic"-Einstufung nicht der dann aktuellen Elo-Punktzahl entsprach, nach folgendem Schema angepasst:

Classic

Elo

...Punkte gesetzt auf

A

< 750

950

A

> 1499

1300

M

< 1500

1700

M

> 2249

2050

E

< 2250

2450

Vereinheitlichung der P4P-Rangliste und Einstufungen zwischen Schweiz und Deutschland

!! Dieser Punkt ist leider noch nicht geklärt; grundsätzlich hatten wir uns mit dem Schweizer Verband geeinigt, aber es fehlt noch an der Umsetzung.

Abwertung von Spielern, die längere Zeit kein Turnier mehr gespielt haben

Es wurden alle Spieler um 200 Punkte abgewertet, die zum Jahresanfang 2005 mindestens seit zwei Jahren auf keinem Turnier mehr waren. Das Gleiche wurde für den Jahresanfang 2006 durchgeführt. Dies jedoch nur bis zu einem Mindestpunktwert von 1875 (mittlerer Masterbereich). Wir haben vor, diesen schleichenden Punkteverlust von Elitespielern auch in Zukunft jährlich durchzuführen. Ein Elitespieler fällt bei langer Turnierabstinenz dadurch irgendwann in seiner Einstufung wieder in den Masterbereich zurück (aber nicht tiefer).